Aktive Mobilität verbindet

verkehrplus ZT GmbH beim Rad- und Fußverkehrsgipfel 2026

Von 9. bis 11. September 2026 fand in Eisenstadt der 17. österreichische Radgipfel und der 2. österreichische Fußverkehrsgipfel statt – erstmals wurden die beiden Fachveranstaltungen gemeinsam ausgerichtet. Unter dem Motto „Aktive Mobilität verbindet“ standen aktuelle Entwicklungen, erfolgreiche Praxisbeispiele und neue Lösungsansätze für den Fuß- und Radverkehr im Mittelpunkt.

Die verkehrplus ZT GmbH war mit drei Beiträgen vertreten. Unsere Themen reichten von der Gestaltung lebendiger Orts- und Stadträume über die selbstständige Mobilität von Kindern bis zum spielerischen Erwerb von Radkompetenz durch Radspielplätze.

Die Gestaltungsdividende kommt zu Fuß

Wie können Gemeinden ihre Orts- und Stadtkerne aus eigener Kraft stärken? Anhand konkreter Projekte wurde gezeigt, wie aus Verkehrsraum wieder Stadtraum werden kann. Im Zentrum steht dabei die „Gestaltungsdividende“: Der wirtschaftliche und gesellschaftliche Mehrwert, der entsteht, wenn attraktiv gestaltete öffentliche Räume, lebendige Erdgeschoßzonen und eine größere Vielfalt der Mobilitätsangebote zusammenspielen.

Die vorgestellten Beispiele zeigen, dass Gemeinden dabei über beträchtliche eigene Handlungsmöglichkeiten verfügen. Wo zuvor Kfz-Verkehr, Lärm und wenig Raum für Fußgänger:innen dominierten, können durch gezielte Gestaltung Orte der Begegnung und neue atmosphärische Qualitäten für Orts- und Stadträume entstehen.

Mit Vertrauen auf vertrauten Wegen

Der Schulweg ist für viele Kinder die erste Reise, die sie selbstständig zurücklegen. Gleichzeitig führen Sorgen um die Verkehrssicherheit häufig dazu, dass Kinder mit dem Auto zur Schule gebracht werden, wodurch gerade im Schulumfeld zusätzliche Konflikte entstehen.

Das Forschungsprojekt „Auf vertrauten Wegen“ setzt genau hier an. An sechs Schulen in steirischen Regionalstädten wurden 235 Schulkinder und ihre Eltern zu Mobilitätsverhalten, Schulwegwahl, Sicherheit, Komfort und Attraktivität des Schulumfelds befragt. Gemeinsam mit Schüler:innen und Eltern werden daraus in einem Co-Design-Prozess Lösungsansätze entwickelt. Ziel sind Schulumfelder, die selbstständige aktive Mobilität ermöglichen und damit letztlich die Qualität des öffentlichen Raumes für alle verbessern.

Radspielplätze Graz: Quietsch-Bunt und Kunter-Vergnügt

Radfahren lernen heißt mehr als Gleichgewicht halten. Auf den beiden neuen Grazer Radspielplätzen in der Fischeraustraße und am Ortweinplatz können Kinder zwischen drei und zwölf Jahren spielerisch jene Fähigkeiten erproben, die sie später für ein sicheres und selbstständiges Radfahren benötigen: Enge Kurven, langsames Fahren, gezieltes Bremsen oder das Überfahren von Bordsteinen, Schienen und Pflastersteinen.

Die beiden Anlagen verfolgen dabei unterschiedliche Ansätze. Einer der Radspielplätze ist temporär und „Pop-Up-fähig“ konzipiert, sodass seine Elemente auch an anderen geeigneten Standorten eingesetzt werden können. Der Beitrag gab Einblick in den Weg von der Projektidee bis zur Umsetzung und in erste Wirkungen, die seit der Eröffnung im Frühsommer 2025 beobachtet werden konnten.

Aktive Mobilität aus unterschiedlichen Perspektiven

Drei Beiträge, drei Zugänge und ein gemeinsames Ziel: Öffentliche Räume so zu gestalten, dass aktive und selbstbestimmte Mobilität selbstverständlich werden kann. Ob bei der Gestaltung von Straßen und Plätzen, auf dem täglichen Schulweg oder beim spielerischen Erlernen des Radfahrens, gute Planung schafft Räume, in denen Menschen gerne, sicher und selbstständig zu Fuß und mit dem Rad unterwegs sein können.

Vorbildhafte Rad- und Fußverkehrsprojekte vor den Vorhang

Im Zuge des Rad- und Fußverkehrsgipfels wurden auch Vorbildprojekte für Rad- und Fußverkehr ausgezeichnet. Markus nahm in diesem Zusammenhang eine Auszeichnung im Namen der Gemeinde Werndorf, für den Geh- und Radweg Wundschuher Straße, entgegen. Zusätzlich wurden von verkehrplus ZT GmbH betreute Projekte in der Fördereinreichung der Stadtgemeinde Fehring, Stadtgemeinde Gleisdorf und Stadtgemeinde Zeltweg von klimaaktiv ausgezeichnet.

Bericht ORF Burgenland

Auszeichnung Vorbildprojekte klimaaktiv